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Willisau scheitert im Verfolgerduell


Handball, 1. Liga der Frauen STV Willisau

HBC West ­ STV Willisau 19:16 (6:8)

Nach einem durchzogenen Start fingen sich die Willisauerinnen und konnten sogar mit einem Vorsprung in die Pause. Danach wurden sie aber vom HBC West richtiggehend überrollt.

ebü. Nach der langen Anfahrt im Mannschaftsbus wollte das Piazza-Flückiger-Team auf keinen Fall ohne die zwei Punkte in die Zentralschweiz zurückkehren. Im Spiel gegen den HBC West in Crissier ging es darum, welche Mannschaft die kurze Winterpause auf dem zweiten Tabellenplatz verbringen durfte. Die Westschweizerinnen waren bis jetzt in Heimspielen noch ungeschlagen. Sogar der souveräne Leader GTV Basel scheiterte.

Lücken aufgerissen

Die ersten Angriffe der Willisauerinnen waren ideenreich, aber im Abschluss hatten sie immer wieder Pech. Auf der anderen Seite scheiterten die Westschweizerinnen oftmals an der Torhüterin Simone Cranz. Jeder Treffer musste hart erkämpft werden und so stand es nach der ersten Viertelstunde nur 3:2 für die Gastgeberinnen. Der STV Willisau spielte nervös und hatte dadurch einige unnötige Ballverluste zu verzeichnen. Er liess seine Gegnerinnen aber nicht mit mehr als zwei Toren davonziehen. Plötzlich schafften es die Grafenstädterinnen in die gegenerische Verteidigung grosse Lücken zu reissen und nutzten diese aus, um bis zur Pause mit 8:6 Zählern in Front zu gehen.

Die Nerven

Headcoach Ernesto Piazza war erfreut über diese Wende und versicherte«seinen» Frauen, dass sie mit dieser Leistung auf dem richtigen Kurs seien. Man solle in der Verteidigung weiterhin  konsequent zupacken und sich im Angriff Zeit lassen. Zu viel Zeit liessen sich die Willisauerinnen nach dem Wiederanpfiff aber mit dem Toreschiessen. Das erste Tor für den HBC West fiel bald und der Penalty zu Gunsten der Gäste konnte nicht verwertet werden. Den Ausgleich realisierten die Waadtländerinnen sogar in Unterzahl. Danach ging alles sehr schnell. In der selben Zeit, in der West elf Treffer erzielte, gelangen dem STV lediglich vier. Das Einheimische Publikum verwandelte die Halle in einen Hexenkessel. Die Stimmung bei den Willisauer Spielerinnen und beim Trainer war etwas gereizt. Gleich zweimal spielten sie in doppelter Unterzahl. Die Schlussminuten waren sehr hektisch. Trotzdem gelang es den Willisauerinnen einige Tore aufzuholen. Am Ende gewann der HBC West jedoch verdient mit 19 zu 16 Toren.

Das dritte und letzte Spiel gegen die Westschweizerinnen wird zum Vorteil der Piazza-Flückiger-Truppe in Willisau stattfinden.

Vorsatz 2005: Ruhig Blut

Nach dieser Niederlage startet der STV das neue Jahr auf dem dritten Tabellenrang. Das erste Ziel wird sein, am 9. Januar 2005 das Schlusslicht Basel  egio zu schlagen um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren  und später wieder mindestens einen Platz vorzurücken. Einen guten Vorsatz am Silvesterabend könnte für die Trainer sowie die Spielerinnen sein, sich bei einem vergleichbaren Spiel weder von den Schiedsrichtern, den Gegnern oder dem Publikum beeinflussen und provozieren zu lassen. Mit mehr Ruhe und Disziplin könnte man ein anderes Mal möglicherweise doch Punkte mit nach Hause nehmen.

Salle Omnisports Marcolet. ­ 80 Zuschauer. ­ SR: zwei Westschweizer. ­ Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Willisau, 2-mal 2 Minuten gegen West. Willisau: Sandra Aebi (hält 1 Penalty), Simone Cranz (hält 2 Penaltys); Patricia Dossenbach, Angelika Heini, Renate Hofer (2), Franziska Kreiliger (2), Eliane Koller (1), Jacqueline Lipp (2/1), Nadja Schurtenberger (3), Karin Wirth (6/1). ­ Coaches: Ernesto Piazza/Heinz Flückiger. ­ Torfolge: 1:0, 4:2:, 5:5, 6:8, 11:9, 14:11, 17:12, 19:16

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