zurück Handball


Die Kämpferin und ihr Versprechen


Handball der Frauen 1. Liga, Gruppe 2

TV Willisau - TSV Frick, Samstag, 13. März 2004, 18 Uhr, Sporthalle BBZ, Willisau

rec. Ernesto Piazza, der Headcoach des TVW-Frauen-Fanionteams, nennt sie respektsvoll «unsere Wand». Was übrigens nichts mit in Zentimetern und Kilogramm zu messenden Merkmalen von Priska Lötscher zu tun hat. Im Gegenteil: Die beruflich als Krankenschwester tätige Nummer zwei des TV Willisau verfügt nicht über ausgesprochene handballerische Gardemasse. Umso mehr ringt dem Beobachter ihre Kampfkraft und ihr fast schon leidenschaftliches Engagement Respekt ab. Genau diese Kampfkraft und diese Leidenschaft wollen die Willisauerinnen heute bei ihrem letzten Heimspiel gegen Frick einsetzen. «Ich verspreche, dass wir noch einmal alles geben. Das sind wir auch unseren Fans schuldig. Und», so die bald 31-Jährige weiter, «wir haben Frick in dieser Saison schon zweimal geschlagen. Im dritten Spiel ist ein dritter Sieg Pflicht.»

Obwohl beruflich, zum Beispiel mit den für Krankenschwestern unerlässlichen Nachtdiensten, stark belastet, macht Priska Lötscher auch in der kommenden Saison weiter. «Ich habe noch immer Freude am Handball. Und mit den vielen jungen Spielerinnen in unserem Team machts doppelt Spass. Sie werden weiter Fortschritte machen und haben schon in der laufenden Saison viel dazu beigetragen, dass wir unser Ziel, den Ligaerhalt, souverän geschafft haben.» Richtig. Man vergisst es oft: Der TVW ist längst gerettet, hat erreicht, was er sich für die erste 1.-Liga-Saison vorgenommen hat. Das verdient Anerkennung und spricht auch für die Arbeit von Trainer Ernesto Piazza und Co-Trainer Heinz Flückiger. Priska Lötscher kennt übrigens das Rezept, wie man heute gegen Frick zu den beiden anvisierten Punkten kommt: «Wir müssen sauber und konsequent verteidigen.» Logisch, dass dabei das TVW-Kämpferherz mit gutem Beispiel vorangehen wird. Apéro nach dem Spiel Das TVW-Frauenfanionteam benützt das letzte Heimspiel dazu, nach der Partie mit all seinen Sponsoren und Fans anzustossen.