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Lockerheit als grosse Stärke
Handball, 1. Liga der Männer - Willisau-Goalie Thomas Lerch
Samstag, 9. Oktober 2004, 18.30 Uhr, Krauer-Halle: HC Kriens STV Willisau
An den überzeugenden Saisonauftakt gegen Olten (32:23-Sieg) will der STV
Willisau morgen in Kriens anknüpfen. Die Zuversicht ist gross auch dank Goalie
Thomas Lerch.
von Renato Cavoli
«Er war schon bei der 27:32-Cup-Niederlage gegen Kriens vor knapp drei Wochen
einer der Besten. An ihm», sagt STVW-Headcoach Robi Walthert, «lag es definitiv
nicht, dass wir verloren. Im Gegenteil: Wir sahen mit grosser Genugtuung, dass
wir den Abgang von Christoph Gieranczyk scheinbar sehr gut kompensiert haben.»
Nun, beim Meisterschaftsauftakt gegen Olten dürfte die Zuversicht schon fast zur
Gewissheit geworden sein. Denn erneut spielte der 30-jährige Bauer und Schreiner
einen tollen Match und hatte das Publikum schon bald auf seiner Seite. «Es ist
seine Lockerheit, seine Unbekümmertheit, die ihn stark macht. Und», so Walthert
weiter, «die bei uns auch in der Kabine wichtig ist. Er ist bereits bestens im
Team integriert.»
Dass Thomas Lerch so schnell «einschlagen» würde, konnte nicht zum vornherein
erhofft werden. Schliesslich kam er in der vergangenen Saison bei seinem Verein
TV Dagmersellen kaum zum Einsatz. Er absolvierte praktisch ein Jahr Pause. Aber
Torhüter leben ganz stark von ihrer Klasse, ihrer Grundausbildung und ihrem
Temperament. Das verlernt man nicht so schnell. Thomas Lerch bewies das zuletzt
gegen den HV Olten, indem er seine «neuen Farben» mit guten Paraden und einer
starken Ausstrahlung auf die Vorderleute im Spiel hielt, als der STVW erst
langsam zum Spiel fand.
Logisch, dass Willisau auch morgen auf einen starken Thomas Lerch hofft. Dies
umso mehr, als mit Thomas Büchli und Ramon Schärli zwei Rückraum-Leistungsträger
verletzt und für das Spiel in Kriens fraglich sind.