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Aus der kleinen Baisse gekämpft
Handball, 1. Liga der Männer - STV Willisau
STV Willisau TV Thalwil 32:27 (9:12)
Nach drei sieglosen Partien stand der STV Willisau im Heimspiel gegen das
schlechter klassierte Thalwil unter Druck. Und zeigte sich diesem
erfreulicherweise gewachsen.
rec./mm. In der Anfangsphase stand die Defensive des Heimteams sehr gut. Sie
liess den Gegner nur selten passieren. Auch das Angriffsspiel liess sich gut an.
Die Willisauer kamen immer wieder in gute Abschlusspositionen, nur scheiterte
man noch zu oft am gegnerischen Torwart. Es gelang den Willisauern darum nicht,
den Gegner in der Startphase resultatmässig zu distanzieren. Nach 15 Minuten
stand es erst 5:4. Danach schöpften die Thalwiler Hoffnung. Es gelang ihnen nun
öfter, sich durchzusetzen. Die Willisauer, das spürte man, wollten aber unter
allen Umständen nicht verlieren und kämpften beherzt, wenn auch nicht immer vom
Glück begünstigt.
Rückstand zur Pause
Die Thalwiler, von Coach Brano Bozic lautstark geführt, witterten in dieser
Phase ihre Chance und zeigten, dass das Team wohl doch etwas zu schlecht
klassiert ist. Mit drei Treffern Rückstand (9:12) mussten die Willisauer in die
Pause. Und die Gesichtsausdrücke beim Verlassen des Spielfeldes sprachen Bände.
Erneut war man, zumindest zwischenzeitlich, auf die Verliererstrasse gedrängt
worden. Aber noch hatte das Team von Robi Walthert und Ruedi Wyss 30 Minuten
Zeit, um den Schaden zu beheben.
Was genau sich im Pausengetränk der Willisauer befand, entzieht sich der
Kenntnis des Chronisten. Aber es muss wohl eine Art «Zielwasser» gewesen sein.
Das Heimteam erzielte nun viele einfache Tore und konnte den Rückstand aufholen
und sogar in einen Vorsprung ummünzen. In dieser Phase sah man, zu was die
Mannschaft fähig ist. Die Willisauer bauten den Vorsprung auf sechs Tore aus. In
den letzen zehn Minuten konnte das Team den Vorsprung halten und den Zuschauern
einige weitere schöne Aktionen zeigen. Auch eine offensivere Verteidigung des
Gegners konnte das Heimteam nicht aus der Ruhe bringen. So siegte der Gastgeber
mit 32:27 und beendete eine kleine schwarze Serie.
Kein Grund zur Euphorie
Die Leistung war zweifellos besser als in den letzten drei Spielen. Das
Potenzial der Mannschaft blitzte während des Spiels einige Male auf. Und die
Tatsache, dass man dem Druck gewachsen war, verdient Anerkennung.
Um allerdings gegen besser platzierte Mannschaften zu gewinnen, muss zweifellos
eine weitere Steigerung her. Oder anders ausgedrückt: Das Thalwil-Spiel war,
nach einer kleine Baisse, so etwas wie ein Neuanfang. Ein Neuanfang, der wieder
Ruhe ins Team bringt, Mut macht, aber nicht zu Euphorie verleiten darf.
BBZ Willisau. 200 Zuschauer. Strafen: 6 x 2 Minuten gegen Willisau; 5 x 2
Minuten gegen TV Thalwil. STV Willisau: Lerch/M. Mehr; A. Felber (4), P.
Felber, Greber, Hansen (2), Mehr (1), Metz (3), Meyer (1), Schärli (2),
Schneider (16/7), Stadelmann (2), Stöckli (1). Coaches: Robert Walthert, Ruedi
Wyss. Thalwil: Bienz, Blättler, Bozic, Cifuentes, Grubenmann, Orlando, Rubio,
Rüegg, Sigg, Suljovic, Rüegg. Coaches: Bozic, Krause. Bemerkungen: Willisau
ohne T. Büchli und Peter (beide verletzt)
Matchballspender: Schürch Felix, Anwalt u. Notar Willisau, Restaurant Sonne
Willisau
Hauptsponsoren der Handballer: Die Mobiliar, Kreuz-Garage Willisau AG, Kunz
Sport, alle Willisau; Kronoswiss, Menznau