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Basel war diesmal (noch) zu stark
Handball, 1. Liga der Frauen | STV Willisau
STV Willisau GTV Basel 17:19 (7:10)
Das Frauenfanionteam des STV Willisau schaffte es nicht, seine Leaderposition in
der 1. Liga zu verteidigen. Im Spitzenkampf erwischte Basel den besseren Start
und die wenigen guten Phasen der Willisauerinnen reichten für einen Sieg nicht
aus.
eb. Die Willisauerinnen starteten nervös in ihr drittes Heimspiel dieser
Meisterschaft und konnten den Ball bereits im ersten Angriff nur kurz in den
eigenen Reihen behalten. Diese Tatsache nutzten die Baslerinnen aus, um bereits
nach einer Spielminute in Führung zu gehen. Postwendend reagierte die
Heimmannschaft und konnte ausgleichen, doch danach waren es die Baslerinnen, die
das Spiel übernahmen. Immer wieder überrannten sie die Willisauerinnen, die
ihrerseits gegen die offensive Verteidigungsart des GTV vorerst grosse Mühe
bekundeten. Durch den Mangel an Geduld hatten sie viele missglückte Torschüsse
zu verzeichnen und waren in den darauf folgenden Gegenangriffen zu inkonsequent
in der Verteidigung. Nachdem die Baslerinnen ihre Führung auf vier Tore zum 1:5
ausgebaut hatten, bekamen sie endlich den Kampfgeist des Piazza-Flückiger-Teams
zu spüren. Nach einigen Coaching-Massnahmen passte im Angriff vieles besser
zusammen und die Basler Führung schmolz wieder bis auf ein Tor.
Headcoach Ernesto Piazza stand letzten Samstag vor einer besonders schwierigen
Aufgabe, denn es fehlten ihm drei wichtige Spielerinnen, und mehrere Akteurinnen
aus dem reduzierten Kader waren gesundheitlich nicht auf der Höhe. Mit dem
Pausenstand von 7:10 bestand für die Willisauerinnen aber noch die Möglichkeit,
durch eine Steigerung ein positives Endresultat zu
erzielen.
Auf Biegen und Brechen
«Mehr Power» verlangten die Trainer in der Kabine von ihren Spielerinnen, wovon
nach dem Wiederanpfiff zunächst jedoch nichts zu spüren war. Doch nach zwei
aufeinander folgenden Treffern waren die Willisauerinnen wieder bis auf zwei
Tore herangekommen, was die Zuschauer auf den Beginn einer spannenden Aufholjagd
hoffen liess. Aber der GTV Basel wusste noch einen Zacken zulegen und überrollte
die Grafenstädterinnen erbarmungslos. Während bei den Willisauerinnen nichts
mehr klappen wollte und von ihnen bloss einige Verzweiflungsschüsse zu sehen
waren, skorten die gross gewachsenen Baslerinnen weiter und hatten bald einen
Vorsprung von acht Toren auf ihrem Konto.
Danach schienen sie sich auf ihrem Polster auszuruhen, was in den
Willisauerinnen erneut den bekannten Kampfgeist weckte. Leider etwas zu spät
holten sie Tor um Tor auf. Auch die erneut starke Leistung der beiden
Torhüterinnen konnte die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Zum Schluss
hiess das Resultat 17:19 für den GTV Basel.
Bekannter Gegner
Den Willisauerinnen bleibt jetzt eine Woche Zeit, um die erste Niederlage dieser
Saison zu verdauen. Am kommenden Sonntag wartet auswärts der Aufsteiger HV
Herzogenbuchsee auf den STVW. Es wird mit Sicherheit eine spannende Partie
werden, ist der HVH doch der ehemalige Club von vier Spielerinnen des jetzigen
Willisauer Kaders.
BBZ Willisau. 80 Zuschauer. SR: Jürg Kohler/René Otzenberger. Strafen: 3 x
2 Minuten gegen Basel. Willisau: Sandra Aebi, Simone Cranz (hält 2 Penalties);
Evi Bühler, Nicole Bühler, Patricia Dossenbach (2), Angelika Heini (2), Renate
Hofer (5), Eliane Koller (2), Jacqueline Lipp (2), Priska Lötscher (1), Sarah
Pürro (1), Nadja Schurtenberger (2). Coaches: Ernesto Piazza/Heinz Flückiger.
Torfolge: 0:1, 1:1, 2:6, 6:7, 7:10, 9:11, 10:18, 16:19, 17:19
Matchballspender: Restaurant Sonne, Willisau
Hauptsponsoren: Die Mobiliar, Kreuz-Garage Willisau AG, Kunz Sport, alle
Willisau; Kronoswiss, Menznau.