«Unsere Lockerheit war fast beängstigend»
Handball, 1. Liga: TV Willisau
Seit drei Partien siegt der TVW. Zuletzt bei Dietikon/Urdorf II zwar bloss mit
einem Tor Unterschied, aber dennoch über das gesamte Spiel gesehen überzeugender
als es das Resultat aussagt. Cheftrainer Robi Walthert zieht Bilanz und blickt
der Dopppelrunde vom kommenden Wochenende entgegen. rec. «Wenns läuft, dann
läufts!» Der TV Willisau hat derzeit einen bemerkenswerten «Lauf». Siege gegen
Dagmersellen, Zofingen undDietikon/Urdorf II haben das Walthert/Wyss-Team
auch in der Rangliste in erfreuliche Sphären gehievt (Rang 4). «Wir sind
wirklich gut drauf», sagt Robi Walthert. «In Dietikon war unsere Lockerheit vor
der Partie fast schon beängstigend. Man hat gespürt, dass die Spieler sich etwas
zutrauen, dass sie sich ihres Potenzials gewiss sind. Das kann natürlich schnell
auch zu Überheblichkeit führen, aber unser Team ist auch charakterlich
gefestigt. Da mache ich mir nicht allzu grosse Sorgen.»
Thomas Büchli und die Goalies
Gefallen hat Walthert auch, dass sich die «Bank» einmal mehr bewährt hat. «Wir
haben genügend personelle Alternativen. Jeder unserer Kaderspieler kann etwas
Positives bewirken.» In ganz guter Form zeigt sich derzeit insbesondere
Routinier Thomas Büchli, der sogar die 1.-Liga-Torschützenliste anführt. «Er ist
der Leader unserer Mannschaft», sagt Walthert, der auch über seine beiden
Torhüter voll des Lobes ist. Christoph Gieranczyk und Roli Borer haben in
Dietikon, gerade als es auf dem Feld nicht mehr so gut lief, die entscheidenden
Paraden gezeigt. Das hat uns nach einer kleinen Durststrecke wieder auf den
Erfolgsweg zurückgebracht.» Die Durststrecke - die gabs in Dieitkon tatsächlich.
Zweimal führten die Willisauer mit vier Treffern Differenz. Zweimal kam der
Gegner wieder heran. «Da zeigte es ich, wie schmal der Grat zwichen Erfolg und
Misserfolg auf dieser Stufe sein kann», sagt der Trainer. «Aber wir liessen uns
den Sieg nicht nehmen. Das spricht für uns.»
U19-Nati zum Hauptgang am Sonntag
Am kommenden Wochenende hat der TV Willisau gleich zwei Heimspiele auszutragen.
Am Samstag (16.30 Uhr) empfängt man in der BBZ-Halle den STV Baden. Tags darauf,
am Sonntag, um 18 Uhr, ist an gleicher Stätte die U19-Nati mit Coach Othmar
Buholzer (ex-Dagmersellen) zu Gast.
Mit dem Willisauer Philipp Mehr
Es ist das erste Mal, dass eine Nationalmannschaft in Willisau ihre Aufwartung
macht. Mit dabei im U19-Kader ist auch der Willisauer Philipp Mehr, der aktuell
dem U21-Kader der SG Luzern/Stans angehört. Und im erweitertern Kader steht mit
Goalie Andy Schmidli ein weiteres TVW-Eigengewächs. «Wir freuen uns riesig auf
die Partie gegen die U19-Nati», sagt Walthert. «Aber vorerst gilt es, das Spiel
gegen Baden mit der nötigen Ernsthaftigkeit anzugehen. Die Aargauer liegen auf
Rang acht, sind nicht zu unterschätzen. Erst wenn wir diese Aufgabe erledigt
haben, könnenwir an das Spiel vom Sonntag denken. Natürlich hoffen wir auch auf
unsere Fans. Zwei Spiele innert 24 Stunden kosten Kraft. Wir brauchen die
Unterstützung.»