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Zwei «Kleine» zeigten echte Grösse


TV Willisau

Renato Cavoli

Die Freude nach dem Spiel war riesig. Bei den Spielern, beim Trainer-Duo und bei den Fans. Und sie muss beim Bekanntwerden der übrigen Resultate noch riesger geworden sein. Emmenbrückes Sieg über die Mythen-Shooters zeigte nämlich, wie wichtig die beiden TVW-Punkte im Kampf gegen den Abstieg waren.

«Wir haben während praktisch der gesamten Partie umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben», strahlte TVW-Cheftrainer Robi Walthert nach dem Spiel. Nein, nervös oder gar beunruhigt sei er diesmal nie gewesen. Höchstens bei ein paar Schiedsrichter-Entscheiden, aber das gehöre nun mal dazu, liess sich Walthert vernehmen, der insbesondere den Kampfgeist und die Einstellung seiner Mannschaft rühmte. «Wir wussten, dass Kriens eine Stimmungsmannschaft ist. Also durften wir sie nicht in Stimmung kommen lassen. Und genau das ist uns geglückt.»

Metz und die Effizienz

Einer, der die Stimmung bei den Krienser von Beginn weg vermieste, ist, laut offiziellem TVW-Matchprogramm, bloss 170 Zentimeter gross, was beileibe keinen handballerischen Gardemassen entspricht. Thomas Metz nützte, nachdem die Krienser bereits mit 3:1 vorne lagen, jede sich bietende Chance, skorte mit einer aussergewöhnlichen Effizienz. Sechs Mal schoss die Nummer 13 der Willisauer in der Anfangsphase - sechs Mal traf das Energiebündel und war so dafür verantwortlich, dass der HC Kriens nicht schon zu Beginn davonziehen- und in Stimmung geraten konnte. Später traf Metz noch zweimal und war bis zu seiner Auswechslung einer der Besten im starken Willisauer Kollektiv, aus dem auch Thomas Büchli, einer der «Grossen», herausragte. Was der noch nicht hundertprozentig fite Büchli an Einstellung zeigte, war bewundernswert und vorbildlich.

Die Herausnahme von Thomas Metz wurde übrigens in der allgemeinen Hektik nicht überall verstanden. «Ich habe ihn nur aus dem Spiel genommen, um in der Abwehr mit Peter Schacher einen gross gewachsenen Mann mehr zu haben. Thomas hat seine Aufgabe mit Bravour gelöst und Peter zeigte, wie wichtig er mit seiner Routine noch immer sein kann», erklärt Robi Walthert.

Borer und die Abwehr

Es war zweifellos der Abend der «Kleinen». Neben Thomas Metz brillierte nämlich auch Schlussmann Roli Borer an seinem 35. Geburtstag mit ausgezeichneten Paraden. Er hielt sein Team im Spiel, als es zu Beginn von Halbzeit zwei noch einmal sehr eng wurde. «Natürlich freue ich mich über meine Leistung. Die Abwehr und ich haben uns schon nach wenigen Minuten gefunden und den Kriensern gemeinsam den Schneid abgekauft», sagte der «kleine» grosse Keeper des TVW, um aber hinzuzufügen, «dass noch nichts definitiv für uns gelaufen ist-»

Morgen Mittwoch gegen Basel

Richtig: Der alles entscheidende Match im Kampf um die Ligazugehörigkeit ist morgen Mittwoch um 20 Uhr (BBZ-Halle) gegen Basel-Stadt angesagt. «Da müssen wir die Kriens-Leistung wiederholen», fordert Roli Borer.