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Der Leader bittet zum Tanz - der TVW gibt «keinen Korb»


Handball, 1. Liga TV Willisau

SG Luzern/Stans II - TV Willisau, Heute Samstag, 20.30 Uhr, Eichli-Halle, Stans

Die Karten für das heutige Spiel sind verteilt. Gastgeber Luzern/Stans II ist Leader und natürlich Favorit. Der Gast aus Willisau hat also, aufgrund seiner dezimierten Personaldecke und den zuletzt gezeigten Leistungen, praktisch keine Chance. Doch genau da liegt die Chance. Davon ist auch Thomas Metz überzeugt.

rec. «Wir haben keine Chance, also packen wir sie», kalauerte einst ein deutscher TV-Sportreporter. Und seither ist dieser Satz zum «Kultspruch» der Habenichtse und Aussenseiter geworden. «Von keine Chance haben», spricht Thomas Metz nicht. Im Gegenteil: «Luzern/Stans II ist derzeit ein fast übermächtiger Gegner für uns», sagt er zwar. «Aber das ist für uns eher positiv. Niemand rechnet im Ernst mit uns. Aber wir wissen, dass wir das Potenzial haben, um am Schluss nicht mit leeren Händen dazustehen.»

«Wir hielten mit-»

Das Vorrundenspiel in der Willisauer BBZ-Halle ging seinerzeit zu Gunsten der auf diese Saison neu gegründeten SG Luzern/Stans aus. «Das Resultat habe ich nicht mehr im Kopf», sagt Thomas Metz. «Doch ich erinnere mich, dass wir lange sehr gut mitgehalten haben. Am Schluss aber waren die Gäste stärker und haben verdient gewonnen.» Das Erinnerungsvermögen hat Thomas Metz nicht im Stich gelassen. Willisau führte damals zur Pause mit 16:13- und verlor am Ende mit 22:29.
Man kann es auch anders ausdrücken: Es war damals, am 23. November 2002, wie so oft in dieser so wenig erbaulichen Saison. Willisau ging nach Spielschluss als Verlierer vom Platz.

Dass die Willisauer heute in Stans, aufgrund der gegnerischen Klasse, nichts zu verlieren haben, verneint Thomas Metz kategorisch. «Im Gegenteil: Wir haben sehr viel zu verlieren. Wir stehen unter Druck. Noch sind wir gegen hinten nicht aller Sorgen ledig. Wo wir die nötigen Punkte für den Ligaerhalt holen, ist egal. Aber je früher, desto besser. Am besten gleich heute in Stans.»

Teamgeist ist nach wie vor intakt

Thomas Metz gehört, obwohl noch nicht 24-jährig, bereits zu den Routiniers, zu den Leistungsträgern beim TV Willisau. Und als solcher will er heute in der Eichli-Halle Verantwortung übernehmen. Das ist, eingedenk der ausgedünnten Personaldecke (siehe auch speziellen Artikel auf dieser Seite), auch unbedingt nötig. Selbst ältere TVW-Semester könnnen sich, gemäss Thomas Metz, kaum an eine Saison mit dermassen viel Verletzungspech erinnern.

Was den Automechaniker Thomas Metz für heute optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass er bei seiner Mannschaft nach wie vor einen intakten Teamgeist ausmacht. «Das muss uns die Kraft geben, aus diesem sportlichen Loch zu finden. Wir haben im Verlauf dieser Saison zwar auch wirklich schlechte Spiele abgeliefert. Aber in vielen Begegnungen haben wir ansatzweise gezeigt, zu was wir eigentlich fähig sind. Ich freue mich auf die Auseinandersetzung mit dem Leader. Und ich erinnere mich gerne an das Auswärtsspiel in Kriens, wo wir ebenfalls mit schlechten Karten anreisten und am Schluss den Trumpf, sprich das volle Punktepaar, nach Hause nehmen konnten.»

Luzern/Stans II ist eine Mannschaft, da sind sich die Fachleute für einmal einig, die man nicht ins Spiel finden lassen darf. Spielerisch ist da einiges an Potenzial auszumachen, das einen Gegner, der nicht konsequent dagegenhält, schwindlig «tanzen» kann. Doch der TVW will sich heute als galanter Besucher zeigen. Er wird keinen «Korb» verteilen, sondern mittanzen. Und möglichst schnell den Takt finden-

1. Liga, Gruppe 3, Rangliste: 1. Luzern/Stans II 14/24. 2. Leimental 14/19. 3. Dagmersellen 14/17. 4. Kriens 14/16. 5. Willisau 13/13. 6. Mythen-Shooters 15/13. 7. Basel-Stadt 13/12. 8. Emmenbrücke 14/10. 9. Magden 14/8. 10. Sursee 13/6.