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Frauenfanionteam des TV Willisau zu Gast in Buchs
Heute Samstag, 18.30 Uhr, Surenmatthalle Buchs AG: RW Buchs - TV Willisau
Eigentlich kann heute für das Frauenfanionteam des TV Willisau (fast) nichts
mehr schief gehen. Aber weil noch ein kleiner Rest von Unsicherheit da ist, wird
man in der Buchser Surenmatthalle noch einmal einen top-konzentrierten TVW
erleben.
rec. «Nicht mehr so nervös-» Mit diesen Worten schildert Rückraumspielerin Nadja
Schurtenberger ihre (handballerische) Gefühlslage vor dem letzten von insgesamt
drei Aufstiegsspielen mit ihrer Mannschaft, dem TV Willisau. Um aber den
Zeitungsmenschen nicht im Glauben zu lassen, dass sie und ihre Teamkolleginnen
den Match gegen RW Buchs heute auf die leichte Schulter nehmen, fügt sie nach
einer kleinen Pause resolut hinzu- «aber wir werden noch einmal mit viel Biss um
den Sieg kämpfen. Es gibt kein Nachlassen!»
Nadja Schurtenberger, die gefährliche Schützin aus dem Rückraum, blickt kurz auf
die bald zu Ende gehende Saison zurück. «Wenn wir heute in Buchs gewinnen, dann
haben wir seit dem dritten Vorrundenspiel nur noch gesiegt.» Das wären, wenn
sich in der allgemeinen Vorfreude auf das, was heute abgehen könnte, kein
Rechenfehler eingeschlichen hat, insgesamt 14 aufeinanderfolge TVW-Triumphe.
Nadja Schurtenberger, die 22-jährige Sachbearbeiterin der SEG in Zell, brennt
auf das heutige Spiel. Sie, die sich sportlich vorerst der Leichtathletik in der
Leistungsgruppe des STV Willisau zuwandte, und dort im Mehrkampf aktiv war. «Ich
habe mich schliesslich für den Handball entschieden, weil das ein Teamsport ist,
weil auf dem Platz immer etwas los ist, und-» - Najda Schurtenberger schmunzelt
- «-weil man hier auch etwas resolut zur Sache gehen kann.»
Keine Frage: Für «Rühr-mich-nicht-an-Typen» ist der Handballsport weder bei den
Männern, noch bei den Frauen der ideale «Zeitvertreib». In diesem Sport hat nur
eine Chance auf Erfolg, wer auch athletisch nicht bloss in der niedrigen
Hubraumklasse zu Hause ist. Nadja Schurtenberger ist auch was die Athletik und
das Durchsetzungsvermögen anbelangt, eine junge Frau, die für den Handball wie
geschaffen scheint. Sie hat für heute in Buchs ein «gutes Gefühl», wie sie sagt.
«Wir fahren dorthin, kämpfen und geben alles.» Gleich dreimal Grund zur
Vorfreude also für Nadja Schurtenberger. Erstens die Vorfreude auf das Spiel
(«Handball fasziniert mich»), dann die Vorfreude auf das greifbar nahe Fest nach
dem Spiel. Und schliesslich ist da noch eine dritte Sache, welche sich die
Frauen für den späteren Verlauf des Abends vorgenommen haben. Für den Fall eines
Aufstieges, notabene. Hauptdarsteller soll ein Mann sein. Ein ganz wichtiger im
TVW-Frauenteam- «Teil 3» würde übrigens in Willisau stattfinden. Im Städtchen-
TVW-Trainer Ernesto Piazza macht in diesen Tagen einen gelösten Eindruck. Er
weiss, dass er sich auf «seine Frauen» verlassen kann. «Ich kenne mein Team»,
sagt er. «Die Spielerinnen wollen nach oben, die werden in Buchs alles tun, um
anschliessend feiern zu können.»
Zur Ausgangslage: Nur Emmenbrücke (bei einem Sieg auswärts gegen Wettingen/Siggenthal)
kann dem TVW den Aufstieg noch streitig machen. Aber nur wenn Willisau verliert-
und selbst dann: Das Torverhältnis spricht ebenfalls eine klare Sprache zu
Gunsten des TVW- bei dem das Wort «verlieren» eh niemand in den Mund nimmt.