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Die Fans bereits im Aufstiegstaumel - BBZ-Halle glich am Schluss einem Tollhaus


Klaus Marti

«So ein Tag, so wunderschön wie heute-», sangen die begeisterten Fans am Sonntagabend um 19.30 Uhr in der BBZ-Halle voller Enthusiasmus. Und die Spielerinnen lancierten auf dem Spielfeld die Welle. Kein Wunder: Ein weiterer feiner Sieg der Willisauer 2.-Liga-Frauen im Aufstiegsrennen war Realität geworden.

Die rund 200 Fans war zu Beginn super eingestimmt worden: Bereits 40 Sekunden nach Spielbeginn um 18 Uhr zischte Nadia Schurtenbergers Schuss ins gegnerische Tor. Die Zuschauerinnen und Zuschauer wussten schon jetzt: Wir müssen unser Kommen nicht bereuen. Dabei war es nicht selbstverständlich, dass sie an einem so wundervollen Maisonntagabend in eine Sporthalle strömen. Zu schön wärs eigentlich im Garten, auf dem Balkon oder in der frischen Abendbrise auf dem Fahrrad. Aber nein. Die Frauenhandballerinnen sind zu Publikumslieblingen avanciert. Da geht man hin. Schönes Wetter und Grillparty hin oder her.

Und auch an diesem Abend rechtfertigten sie die Vorschusslorberren vollauf. Gegen die starken Gegnerinnen aus Wettingen/Siggenthal wurden sie voll gefordert, kämpften, resignierten nie - auch dann nicht, als sie unter Druck gerieten und die Handballerinnen aus dem Aargau auf zwei Zähler herankamen. Und das honorierte das Publikum, lärmte «Bravos» aufs Spielfeld, geizte nicht mit Applaus, und der «Fanclub» auf der rechten Tribüne haute zweifach auf die Pauke - buchstäblich und in übertragenem Sinne.

Da war bald klar: Die Fans glaubten an den Sieg, ebenso wie die Willisauer Akteurinnen auf dem Feld. «So macht Handball Spass», stand auf dem Gesichtern der Zuschauerinnen und Zuschauer geschrieben. Und «unten» dürften das die Spielerinnen ebenfalls gemerkt haben. Dies beflügelte sie offensichtlich. Gegen Schluss der Partie war klar: Sie lassen nichts mehr anbrennen.

Also feierten die Fans in ihrer Euphorie den (in nächste Nähe gerückten) Aufstieg bereits im Voraus - mit «So ein Tag-». Man soll schliesslich Feste feiern, wenn sie fallen.

Und zum Schluss noch dies: Die beiden Schiedsrichter verdienten ebenfalls ein Lob: Souverän leiteten sie das hart umkämpfte Spiel mit einer Bestimmtheit und Konsequenz, die keine Widerrede duldete. Das Duo trug damit auch das Seine zum vor allem aus Willisauer Sicht hocherfreulichen Handballabend bei.