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«Er kann es schaffen»


Philipp Mehr (U19-Nati)

rec. Martin Limacher, der Ex-Trainer des TV Willisau, ist und bleibt Stammgast bei den Spielen seiner ehemaligen Mannschaft. Für ihn, der heute die U21-Elite-Equipe der SG Luzern/Stans betreut und dort auch den Willisauer U19-Nati-Spieler Philipp Mehr unter seinen Fittichen hat, war klar, dass sich der TVW gegen den Handball-Nachwuchs durchsetzen wird. «Am Schluss wird es vor allem die grössere Physis der Willisauer sein, die den unterschied ausmacht.»

Genau so kam es. So lange die Kräfte reichten, zeigte die U19-Nati variantenreichen, attraktiven Handball. Othmar Buholzers Team hielt sehr gut mit und einige Spieler deuteten an, dass sie tatsächlich zu grösseren Hoffnungen Anlass geben. Zum Beispiel auch der Willisauer Philipp Mehr in der Position des rechten Flügels. Zwar fast zu selten ins Spiel der eigenen  Mannschaft miteinbezogen, nützte er praktisch jede sich ihm bietende Chance. Und vor allem: Im Gegensatz zu vielen seiner Teamkollegen, die des Öftern mit zu stereotypen Schussversuchen am grossgewachsenen Christop Gieranczyk  scheiterten, liess Philipp Mehr mit seinen ebenso harten, wie platzierten Drehschüssen dem ausgezeichenten TVW-Keeper jeweils keine Abwehrchance. «Er spielt mit dem Kopf, man spürt, dass er das Spiel auch bereits sehr gut lesen kann», sagt Martin Limacher. Genau in dieser Hinsicht fehlte es bei einigen anderen Spielern im U19-Nationalteam. «Eigentlich», so Limacher weiter, «hätte der Schweizer Nachwuchs aufgrund des Spielverlaufs sogar einen Punkt verdient gehabt. Aber Willisau» so Martin Limacher weiter, «war effizienter und nützte am Schluss seine körperlichen Vorteile geschickt aus.» Philipp Mehr, dem auch von Nati-Coach Othmar Buholzer grosses Talent und eine sehr gute Einstellung attestiert werden, ordnet derzeit alles dem Handball unter. «Und genau das spürt man», sagt Martin Limacher. «Hätten alle Schweizer Nachwuchsspieler seine Einstellung und seinen Willen, bräuchten wir uns um die Zukunft unseres Handballs keine Sorgen zu machen. Er kann es dereinst schaffen.» Zu bemerken ist, dass mit Keeper  Andi Schmidlin ein weiterer Willisauer im Kader der U19-Nationalmannschaft dabei ist. Beim Spiel gegen «seinen Verein wurde er aber, aufgrund einer festgelegten Bestimmung, nicht aufgeboten.