Gesteigert aber eine gute erste Halbzeit reicht nicht
Handball, 1. Liga: TV Willisau
TV Willisau SG Luzern/Stans II 22:29 (16:13)
Der TV Willisau startete optimal ins Spiel und führte nach zehn Minuten bereit mit vier
Toren. Bis zur Pause vermochte das Team einen Vorsprung von drei Toren zu halten. In der
zweiten Hälfte kehrte sich das Bild. Die SG Luzern/Stans II dominierte nun das
Spielgeschehen und zog resultatmässig davon. Den Willisauern fehlten die personellen
Alternativen, um nochmals zu reagieren.
pf. Die beiden Willisauer Trainer Robi Walthert und Ruedi Wyss forderten von den
einsatzfähigen Spielern, dass sie von Anfang an kämpfen und während 60 Minuten an ihr
Limit gehen, um gegen den starken Gegner Luzern/Stans II zu bestehen.
Gäste zu Beginn zu sicher?
Zu Beginn der Partie nahmen sich die einheimischen Akteure die Worte ihrer Trainer zu
Herzen und spielten sich schon bald einen Vorsprung von vier Toren heraus. Man hatte in
der Startviertelstunde das Gefühl, dass die SG Luzern/Stans sich ihrer Sache etwas zu
sicher fühlte. Bis zur Pause bestimmten die Willisauer das Spielgeschehen, mit einem
(überraschend) hohen 16:13 ging es in die Halbzeit.
Vorentscheidung verpasst
Nach dem Seitenwechsel hatte der TV Willisau die Möglichkeit über drei Minuten in
Überzahl zu agieren und so den Vorsprung auszubauen. Doch das Gegenteil traf ein: Die SG
Luzern/Stans holte Tor um Tor auf und schaffte den Ausgleich. In dieser Phase verspielte
der Gastgeber seine ausgezeichnete Ausgangslage aus der ersten Halbzeit. Das Publikum
musste mitansehen, wie die Willisauer vergeblich versuchten, sich nochmals aufzuraffen und
den Anschluss zu finden. Die SG Luzern/Stans, die nun offensiv deckte, konnte in den
nächsten Minuten von vielen Fehlern der Willisauer profitieren und den Vorsprung stetig
ausbauen.
Fast keine Wechselmöglichkeiten mehr
Die Gastgeber fanden in der zweiten Halbzeit nur selten ein Rezept, um die Abwehr der
Gäste zu knacken und zum Torerfolg zu kommen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausfall von
Schneider und Erni standen dem sonst schon dezimierten Team von Robi Walthert und Ruedi
Wyss fast keine Wechselmöglichkeiten mehr zur Verfügung. Die noch einsatzfähigen
Spieler versuchten, das Spiel nochmals zu ihren Gunsten zu gestalten, was nur selten
gelang. Am Schluss resultierte eine enttäuschende 22:29-Niederlage.
Dennoch: Besser als in Basel
Das Willisauer Team ist zuversichtlich, dass diese schwere Meisterschaftsphase bald
bezwungen ist und der TV Willisau wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren kann.
Immerhin war schon eine wesentliche Steigerung gegenüber dem Basel-Spiel zu erkennen.
BBZ, Willisau. 240 Zuschauer. SR: Kamber/Meili. - Strafen: 8-mal 2 Minuten
gegen Willisau; 7-mal 2 Minuten gegen Luzern/Stans und Disqualifikation (Betschart, 3-mal
2 Minuten) und rote Karte (Schmid, Unsportlichkeit)
Willisau: M. Mehr, A. Schmidli; Boog (6/5), T. Büchli (6), Felber (1), Erni (3), Hansen
(1), Marti (2), Ph. Mehr, Metz , Schneider, Schöpfer (3). Coach: Walthert Robert,
Wyss Ruedi
Luzern/Stans: Hodel, Zeier; Betschart (2), Blättler (5), Gmür (3), Haggenmüller,
Hofmann, Lehmann, Nejsum (4), Odermatt (5), Riva, Schmid (7/2), Schwander (2), Sigrist (1)
Coach: Andy Gubler, Walter Burkard
Bemerkungen: Willisau ohne Borer, M. Büchli, Peter, Portmann, Schärli (alle verletzt).
Matchballspender: Rest. Sonne, Zürich Versicherung, Schmidli Max, Clubhaus FC Willisau,
Furrer Gallus, Portmann Sepp und Erika, Fischer Heidi und Herbert (alle Willisau), Utz
Mode, Ruswil