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«Ruhig geblieben und den Jungen total vertraut»


Handball, 1. Liga: TV Willisau

Samstag, 18 Uhr, BBZ-Halle, TV Willisau - Leimental

Renato Cavoli

Der 30:27-Auswärtssieg des stark ersatzgeschwächten TV Willisau am vergangenen Samstag in Kriens liess aufhorchen. Wenige haben dem TVW diesen Exploit zugetraut. «Auch ich war eher skeptisch», blickt der 23-jährige Kreisläufer Thomas Metz auf den Auftritt seiner Mannschaft in der Krauer-Halle zurück. «Aber», so Thomas Metz, «wir sind erstaunlich ruhig und konzentriert geblieben, machten die einfachen Dinge richtig und wurden mit Fortdauer des Spiels auch immer sicherer.»

Thomas Metz windet aber auch all jenen ein Kränzchen, die aufgrund der extrem dünnen Personaldecke im Fanionteam einspringen mussten. «Unsere jungen Spieler zeigten, dass der Verein über einen gesunden und viel versprechenden Unterbau verfügt. Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir ihnen total vertrauten. Speziell möchte ich Fabian Stöckli erwähnen, der keinen Respekt vor den grossen Namen beim Gegner zeigte und unbekümmert aufspielte. Dann aber auch Goalie Andy Schmidlin. Ihm gelangen einige Paraden, die uns im Spiel gehalten haben.»

Da ist aber auch einer zu nennen, den man nun beileibe nicht als Jungen bezeichnen kann. Um wenigstens über die eine oder andere Alternative auf der Bank zu verfügen, griff der TVW auf «Legende» Peter «Schago» Schacher zurück, der, so Thomas Metz, «vor zwei Jahren aus der ersten Mannschaft zurückgetreten ist. Er hat mich für einige Phasen am Kreis ersetzt und sogar ein Tor erzielt. Man kann also», so Thomas Metz, «sicher von einem Sieg des ganzen Kollektivs sprechen.»

Und solche Siege schmecken in einer Mannschaftssportart ganz besonders gut. Thomas Metz bleibt aber auf dem Boden der Realität, sagt, dass Kriens am vergangenen Samstag sicher nicht den besten Tag erwischt hat. «Aber dieser Erfolg gibt uns für den Heimmatch gegen Leimental, dem letzten Heimauftritt der Vorrunde übrigens, sicher viel Selbstvertrauen.» Thomas Metz, der in Kriens nur mit seiner Abwehrarbeit zufrieden war, und seine Kollegen werden dieses Selbstvertrauen auch am Samstag brauchen.