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Donnerstag, 28. September 2017

Über 1000 Laufbegeisterte nahmen am 29. Willisauer Lauf teil. Flavia Stutz war bei den Frauen einmal mehr eine Klasse für sich. Im Rennen der Männer setzte sich Kadi Nesero knapp vor Andreas Meyer durch.

Bei idealem Laufwetter wurde am vergangenen Samstag der 29. Willisauer Lauf ausgetragen. Den Auftakt machten wie immer die Jüngsten. Thomas Tschuppert, Regionaldirektor der LUKB Willisau, schickte die Pfüderi Mädchen um 14.15 Uhr auf die 500 Meter lange Rundstrecke. Maskottchen Luki sorgte gemeinsam mit den zahlreich erschienen Zuschauer für lautstarke Unterstützung. Die über 500 Mädchen und Knaben absolvierten je nach Alter 500 bis 1300 Meter im Städtchen. Alle Finisher waren am Ende Sieger und durften im Ziel das beliebte Willisauer-Lauf-Shirt entgegennehmen.

Flavia Stutz siegt vor Christina Fenk

Um 16:15 Uhr wurden der zwölf Kilometer lange Hauptlauf von Willisau nach Hergiswil und zurück ins Städtchen gestartet. Bei den Frauen setzte sich mit Flavia Stutz einmal mehr die grosse Favoritin durch. Seit 2013 hatte die Ufhuserin den Lauf Jahr für Jahr für sich entschieden. Auch 2017 war sie eine Klasse für sich. Mit 44:54 Minuten nahm sie Christina Fenk (Willisau) fast zwei Minuten ab. Einzig im Jahr 2015, als sie mit 43:41 Minuten einen Streckenrekord aufgestellt hatte, war die Ufhuserin schneller im Ziel.  Ihre Taktik, nicht zu schnell zu starten und im Anstieg auf den Mettenberg anzugreifen, ging voll auf. Zu Beginn noch gemeinsam mit Christna Fenk und der späteren Drittplatzierten Iris Lauper unterwegs, konnte sie sich im Anstieg von den beiden lösen und den Vorsprung bis ins Ziel ausbauen.

"Nach mehreren schlechten Rennen ist es umso schöner, dass mir nun ein so guter Wettkampf gelungen ist. Ich hatte endlich wieder gute Beine und hoffe, dass mir dieses Rennen nun etwas Auftrieb gibt", sagte die 21-Jährige.

Ebenfalls zufrieden zeigte sich die Zweitplatzierte. Christina Fenk konnte sich gegenüber dem Vorjahr um fast eine halbe Minute steigern. "Ich bin nicht zu schnell gestartet und konnte in der Folge noch zusetzen. In der Steigung konnte ich Iris Lauper ein- und überholen. Ich habe sie stets im Rücken gespürt, was mich auf den letzten Kilometern gepusht hat. Solche Rennen vor heimischer Kulisse sind extrem motivierend."

Starke Vierte wurde die Grosswangerin Anita Marti, die sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als drei Minuten auf 47:51 Minuten steigerte. Esther Glanzmann (Grosswangen) lief als siebte Frau im Städtchen ein und blieb mit 48:46 Minuten ebenfalls deutlich unter 50 Minuten. Edith Steinmann aus Ufhusen folgte als achte Frau.

Kadi Nesero siegt knapp vor Andreas Meyer

Einmal mehr eine extrem spannende Angelegenheit war das Rennen der Männer. Neben Lokalmatador Andreas Meyer waren mit Kadi Nesero und Tekle Weldegebriel  zwei starke Ausländer am Start. "Beide konnte ich noch nie schlagen. Doch ich wusste um meine gute Form und war zuversichtlich, die beiden so richtig fordern zu können."

Von Beginn weg drückte der im Aargau wohnhafte Kadi Nesero aufs Tempo. Andreas Meyer folgte mit einem Abstand von rund 50 Metern. Im Anstieg auf den Mettenberg konnte er diesen ein - und überholen. Richtung Willisau heftete dieser Nesero an die Fersen des Willisauers. Auf dem letzten Kilometer folgte der Angriff von Kadi Nesero, dem Andreas Meyer nichts entgegenzusetzen hatte. Mit 14 Sekunden Rückstand lief Meyer als Zweitplatzierter im Ziel ein. 

"Mit meinem Resultat bin ich extrem zufrieden", freute sich Andreas Meyer. "Einmal mehr habe ich es gemeinsam mit meinem Vater und Trainer geschafft, das optimale Laufgefühl rechtzeitig zu einem der Saisonhöhepunkte zu erreichen. Die Stimmung und Unterstützung entlang der Strecke waren einmal mehr genial." Zu einem weiteren Saisonhöhepunkt soll der Swiss City Marathon in Lucerne werden, wo der Willisauer über die Marathondistanz antritt.

Vorjahressieger Simon Schüpbach lief overall auf den vierten Rang. "Von Anfang an konnte ich nicht mit den Schnellsten mithalten. Im Aufstieg zum Mettenberg brach ich regelrecht ein. In der Fläche konnte ich dann wieder zusetzen und Roland Christen und Pedro Carvalho Cardoso noch einholen. Insgesamt ein gutes Rennen." Mittelstrecken-Spezialist Roland Christen war als sechster Mann im Ziel. Mit 41:48 Minuten absolvierte er die Strecke so schnell wie nie zuvor.

Spezialpreis für Roland Christen und Christina Fenk

Zum zweiten Mal gab es die Kategorie Staffelteam, wobei die Strecke von zwölf Kilometern individuell in drei Abschnitte aufgeteilt werden konnte. 20 Teams nutzten diese Möglichkeit. Fünf Minuten nach dem Start des Hauptlaufes wurden die Jugendlichen auf die Strecke geschickt.  Unter dem Patronat der CKW absolvierten sie im Städtchen Willisau 1,7 Kilometer. Alicia Schär von der Mädchenriege Gondiswil setzte sich bei den Mädchen vor der Ettiswilerin Jana Grüter durch. Bei den Knaben wurde der Ruswiler Simon Erni Dritter. Nach dem Lauf folgte der gemütliche Teil. Bei der Siegerehrung wurden diverse Läuferinnen und Läufer aus der WB-Region ausgezeichnet. Die schnellsten Willisauer, Christina Fenk und Roland Christen, durften einen Spezialpreis entgegennehmen. Nach der grossen Verlosung sorgte das «Duo Grenzenlos» einmal mehr für Partystimmung. Bis 24 Uhr boten Bar und Festzelt die ideale Mögichkeit, den Lauftag ausklingen zu lassen.