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Sonntag, 25. September 2016

Fast 1000 Laufbegeisterte absolvierten den 28. Willisauer Lauf. Flavia Stutz und Simon Schüpbach machten im Hauptlauf den Gettnauer Doppelsieg perfekt. Zahlreiche weitere Läufer aus dem WB-Gebiet sorgten für Spitzenklassierungen.

Sommerliche Temperaturen lockten am vergangenen Samstag zahlreiche Zuschauer ins Luzerner Hinterland. Das Städtchen Willisau war wiederum fest in Läuferhand. Um 14:15 erfolgte der erste Startschuss. Wie im Vorjahr schickte Thomas Tschuppert, Regionaldirektor der LUKB Willisau, die Pfüderi Mädchen auf die Strecke. Auch die beiden Maskottchen Luki vom Hauptsponsors LUKB sowie Löwe Willi waren wiederum von der Partie und sorgten auf und neben der Strecke für lautstarke Unterstützung. Die über 500 Mädchen und Knaben absolvierten je nach Alter 500 bis 1300 Meter im Städtchen. Alle Finisher waren am Ende Sieger und durften im Ziel das beliebte Willisauer-Lauf-Shirt entgegennehmen.

 

Überlegene Flavia Stutz und starke Williauerinnen

Um 16:15 erfolgte der Startschuss für den zwölf Kilometer langen Hauptlauf. Dabei konnten die Startenden aus der Region wiederum glänzen. Bei den Frauen gab Flavia Stutz nach ihrer komplizierten Kieferoperation von anfangs Juli ihr Wettkampfcomeback. Bereits nach wenigen Kilometern konnte sie sich von ihren Verfolgerinnen lösen und den Lauf nach 2013,2014 und 2015 in 45.33 Minuten bereits zum vierten Mal in Folge für sich entscheiden. «Die zweite Hälfte war für mich sehr hart und ich war froh, konnte ich mit Thomas Wirz zusammen laufen. Ich bin noch nicht in Topform. Obwohl ich klar langsamer war als im Vorjahr bin ich mir meiner Leistung zufrieden. In Willisau vor dem Heimpublikum zu laufen ist immer speziell.» Mit einer Minute Rückstand folgte die Einheimische Seline Scherrer auf Rang zwei. Dabei konnte die Mittelstreckenspezialistin ihre Bestzeit aus dem Jahr 2014 um über 90 Sekunden steigern. «Es lief mir richtig gut und ich freue mich über meine starke Leistung. Obwohl es gegen Ende hart wurde konnte ich den Lauf geniessen. Die vielen bekannten Gesichter am Strassenrand haben mich ins Ziel getragen», so die ETH-Studentin, welche gleichzeitig die schnellste Willisauerin war. In 47.14 Minuten folgte als Drittplatzierte bereits die nächste Einheimische. Christina Fenk, welche im Sommer bereits den Zermatt-Marathon und den Gigathlon im Zweierteam absolviert und sich nach einer Fussverletzung spontan für einen Start am Heimlauf entschieden hatte, stand im Hauptlauf erstmals auf dem Overall-Podest. «Ich habe es genossen zuhause bei so schönem Wetter zu laufen und freue mich über mein gutes Rennen.» Edith Steinmann aus Ufhusen als Gesamtvierte in starker neuer Bestzeit von 47.53 Minuten, Anita Marti aus Grosswangen als Siebte mit einer Zeit von 50.56 Minuten, Triathletin Karin Hansen mit 51.48 Minuten als Achte und die Willisauerin Karin Weltert als Neunte in 52.06 Minuten liefen alle in die TopTen.

 

 

Simon Schüpbach überrascht

 

Spannender verlief hingegen die Entscheidung im Rennen der Männer. Bereits kurz nach dem Start konnte sich ein Spitzentrio bestehend aus Andreas Meyer, dem Schötzer Simon Schüpbach und Daniel Renggli (Luzern) vom Rest des Feldes absetzen. Andreas Meyer, Vorjahreszweiter und dreifacher Sieger des Willisauer Laufes, startete aufgrund einer Erkältung angeschlagen ins Rennen. «Am Morgen hatte ich noch Fieber. Doch nach dem Mittag war meine Temperatur wieder normal. Obwohl ich bereits kurz  nach dem Start merkte dass ich nicht in Vollbesitz meiner Kräfte war,  liess ich mir nichts anmerken und versuchte so lange wie möglich mit meinen beiden Widersachern Schritt zu halten.» Drei Kilometer vor dem Ziel griff der gebürtige Buttisholzer Daniel Renggli, welcher den Lauf 2008 und 2009 gewinnen konnte, an. Andreas Meyer musste abreissen und das Spitzenduo ziehen lassen und freute sich am Ende über den dritten Platz. «Ich bin mega happy dass ich vor dem Heimpublikum finishen konnte.»  Der erst 19-jährige Simon Schüpbach hingegen wusste die Gunst der Stunde zu nutzten. Zwei Kilometer vor dem Ziel griff er an und konnte sich von seinem letzten Verfolger loslösen. Nach 39.53 Minuten lief er als grosser Sieger im Städtchen Willisau ein. Gegenüber dem Vorjahr konnte er seine Bestzeit um über eine Minute steigern. «Hier an meinem Heimlauf zu gewinnen ist wunderschön. Ich hatte im Vorfeld mit einem Podestplatz geliebäugelt, nun konnte ich den Lauf gewinnen, unbeschreiblich!» Daniel Renggli folgte mit dreizehn Sekunden Rückstand als Zweitplatzierter. Mit Ralph Röthlisberger aus Dagmersellen in 43.05 Minuten schaffte es ein weiterer Luzerner Hinterländer in die besten Zehn. 800-Meter-Spezialist Roland Christen musste aufgrund einer Krankheit im Vorfeld auf einen Start verzichten.

 

Michelle Scherrer siegt erstmals

Erstmals durften auch Dreierteams am Hauptlauf teilnehmen. Die Strecke von zwölf Kilometer konnte individuell aufgeteilt werden. Dabei stand das Miteinander und die Freude am Laufen im Vordergrund. Unter den 19 Staffel-Teams wurde ein Gutschein vom Restaurant Sternen verlost. Während dem Hauptlauf starteten die Jugendlichen unter dem Patronat der CKW im Städtchen Willisau über 1.7 Kilometer. Bei den Männer durfte sich die Läuferriege Gettnau dank dem zweiten Rang von Dario Steinmann über einen weiteren Podestplatz freuen. Die Willisauerin Michelle Scherrer konnte ihren Heimlauf dank einem starken Schlussspurt erstmals vor ihrer Dauerrivalin und Freundin Amy Leibundgut (STV Alpnach) für sich entscheiden. «Ich freue mich riesig über diesen tollen Saisonabschluss», so die Gymnasiastin. Nach dem letzten Zieleinlauf ging es zum gemütlichen Teil über. Bei der Siegerehrung durften diverse Läuferinnen und Läufer aus der WB-Region einen der beliebten Preise entgegennehmen. Die schnellsten Willisauer Seline Scherrer und Andreas Meyer wurden speziell ausgezeichnet. Nach der grossen Verlosung mit einem Mountain Bike als Hauptpreis sorgte das «Duo Grenzenlos» für Partystimmung. Bis 24 Uhr liessen zufriedene Laufbegeistere im Festzelt und in der Endspurt-Bar einen gelungenen Tag Revue passieren.