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Mittwoch, 17. August 2016

In sechs Wochen findet der 28. Willisauer Lauf statt. In der WB-Serie erzählen Pacemaker, ehemalige Sieger, Streckenrekordhalter und Rekordteilnehmer von ihren Erlebnissen am schönsten Lauf im Luzerner Hinterland und geben allen Teilnehmenden wertvolle Tipps mit auf den Weg. Den Anfang macht die 21-jährige ETH-Studentin und Mittelstreckenspezialistin Seline Scherrer, welche im Vorjahr den Hauptlauf als Schnellste Willisauerin beendete.

 

Seline Scherrer, wann haben Sie erstmals am Willisauer Lauf teilgenommen?

Als kleines Mädchen rannte ich etwa mit acht Jahren zum ersten Mal ums Willisauer Städtchen und genoss die tolle Atmosphäre. Seither war ich sicher zehnmal an meinem Heimlauf am Start. Früher lief ich im Städtchen, in den letzten vier Jahren bildete dann der Hauptlauf über zwölf Kilometer meinen Saisonabschluss.

 

Was ist Ihre schönste Erinnerung an den Willisauer Lauf?

Der Willisauer Lauf ist jedes Jahr ein schönes Ereignis. Im Städtchen herrscht immer eine geniale Stimmung und auch auf der Strecke des Hauptlaufes hat es überall bekannte Gesichter, die einen lautstark unterstützen. An der Startlinie kennt man einander und es herrscht eine lockere Atmosphäre. Für mich persönlich ist der Einlauf ins Städtchen vor der grandiosen Zuschauerkulisse gefühlsmässig der schönste Teil des Laufes.

 

Was verbinden Sie mit dem Willisauer Lauf?

Der Willisauer Lauf ist für mich als Mittelstreckenläuferin ein Saisonabschluss der anderen Art und quasi das Zückerchen nach der Bahnsaison. Es geht primär nicht um den Kampf gegen Hundertstel, sondern vielmehr darum, die Atmosphäre zu geniessen. Klar möchte ich das Beste aus mir herausholen und somit wird der Lauf immer zu einem spannenden und definitiv harten Ausdauer- Formtest.

 

Was macht den Willisauer Lauf für Sie zu einem einmaligen Lauf-Erlebnis?

Der Willisauer Lauf ist definitiv der einzige Lauf, bei dem ich an meinem Zuhause, dem Nagelhüsli, vorbeirenne.

 

Wie bereiten Sie sich auf einen Wettkampf wie den Willisauer Lauf vor?

Da der Willisauer Lauf nur wenige Wochen nach den Nachwuchsschweizermeisterschaften auf der Bahn stattfindet, bleib mit nicht allzu viel Zeit, um mich spezifisch auf den Lauf vorzubereiten. Bis zur SM absolviere ich jeweils mein normales Mittelstrecklen-Training mit durchschnittlich drei Dauerläufen pro Woche. In der Zeit nach der SM versuche ich dann mit zusätzlichen Dauerläufen die vorhandene Ausdauer zu erhalten.

 

Wie lautet ihr persönliches Ziel für den diesjährigen Williasuer Lauf?

Ich werde spontan entscheiden, ob ich dieses Jahr wieder am Start stehen werde. Aber falls ich die zwölf Kilometer wieder in Angriff nehme, möchte ich die Stimmung möglichst geniessen können und versuchen, meine Bestzeit aus dem Vorjahr zu unterbieten.

 

Worauf freuen Sie sich ganz besonders am diesjährigen Willisauer Lauf?

Dass meine WG-Kollegen teilnehmen werden. Nun gibt es für sie definitiv kein zurück mehr!

 

Welche Tipps und Tricks geben Sie den Startenden mit auf den Weg?

Wer die Möglichkeit hat, sollte die Strecke im Vorhinein schon einmal trainingshalber absolvieren. Die Steigung hat es in sich und der vermeintlich lockere Teil, wo es nur noch abwärtsgeht, zieht sich ziemlich in die Länge. Am Renntag ist es wichtig genügend zu trinken, die Energiespeicher zu füllen und sich auf den Lauf zu freuen. Die Kinder, welche die Städtchen-Runde in Angriff nehmen, können sich mit dem angebotenen Willisauer-Lauf-Training auf den Lauf vorbereiten und den Leitern persönlich den einen oder anderen Trick und Tipp entlocken.