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Freitag, 18. September 2015

Einheimische wollen für Furore sorgen

Morgen Samstag ist es so weit: Um 14.15 Uhr fällt der erste Startschuss zum 27. Willisauer Lauf. Seriensiegerin Flavia Stutz von der LR Gettnau und Andreas Meyer vom STV Willisau wollen im Hauptlauf auch in diesem Jahr für Furore sorgen.

von Stefanie Barmet

Rückblick. Im vergangenen Jahr konnte mit 1011 klassierten Läuferinnen und Läufern ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden. Die Hauptläufe waren für einmal fest in Gettnauer Hand. Während die erst 19-jährige Flavia Stutz aus Ufhusen ihren Sieg aus dem Vorjahr verteidigen konnte, gab es im Rennen der Männer mit Dominik Lötscher einen neuen Sieger. Auch in diesem Jahr zählen die regionalen Aushängeschilder zu den Favoriten.
Flavia Stutz, welche in diesem Jahr sowohl an den Cross-Europameisterschaften als auch an der Junioren-EM auf der Bahn internationale Wettkampferfahrung sammeln konnte, hofft, den Lauf zum dritten Mal in Folge gewinnen zu können.

Der Streckenrekord ist in Gefahr

«Wiederum als erste Läuferin ins Städtchen einzulaufen, wäre sehr schön. Ich fühle mich bereit und freue mich extrem auf den Lauf, sagt die Ufhuserin. Die 19-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, den Lauf schneller als im Vorjahr zu absolvieren. Damals benötigte sie für die zwölf Kilometer lange Strecke 45 Minuten. Gelingt ihr dies, dürfte der Streckenrekord von Gabi Nyf-feler-Berger in Gefahr sein. «Unter 45 Minuten zu laufen ist mein Ziel. Wenn ich dabei auch den Streckenrekord, der seit 2007 bei 44:58.9 steht, unterbieten könnte, wäre das natürlich ganz cool. Dafür muss aber vieles zusammenpassen.»
Als Puzzleteile zum Erfolg nennt Flavia Stutz schnelle Beine, eine gute Tagesform, Glück und genügend Kraft für den Schlussabschnitt von Hergiswil zurück ins Städtchen Willisau. «So oder so, meine Vorfreude ist riesig. Die Stimmung am Streckenrand und beim Zieleinlauf machen den Willisauer Lauf zu einem ganz besonderen Wettkampf.»

Grosse Vorfreude trotz nicht idealer Vorbereitung

Bei den Männern dürfte es wiederum zu einer spannenden Entscheidung kommen. Im Vorjahr musste Andreas Meyer den Lauf entkräftet aufgeben. So wurde der Weg frei für Dominik Lötscher, welcher erstmals als grosser Sieger einlaufen konnte. Mit dem Gewinn des Willisauer Laufes ging für den gebürtigen Dagmerseller ein Kindheitstraum in Erfüllung.
Die beiden Läufer absolvierten im August gemeinsam ein Trainingslager in St. Moritz und bereiteten sich so auf die Strassenläufe im Herbst vor. Dominik Lötscher hatte im Frühling mit Achillessehnenbeschwerden zu kämpfen und musste acht Wochen pausieren. Sein grosses Saisonziel, das Absolvieren eines Marathons in 2 Stunden und 30 Minuten, musste er gezwungenermassen verschieben.
«Aufgrund meiner nicht idealen Vorbereitung freue ich mich einfach, am Willisauer Lauf dabei zu sein. Vor fünf Wochen hätte ich nicht gedacht, dass ich überhaupt starten könnte», so Dominik Lötscher.
Entsprechend gross ist die Vorfreude auf den Lauf im Herzen des Luzerner Hinterlandes. «Auch wenn ich in diesem Jahr kaum um den Sieg werde mitreden können, freue ich mich auf die tolle Atmosphäre.»

Andreas Meyer zum Vierten?

Andreas Meyer hatte in diesem Jahr ebenfalls mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen. «Im Trainingslager in St. Moritz musste ich teilweise alternativ trainieren. Doch nun fühle ich mich wieder gut und kann im Training wieder Vollgas geben.» Logisch, dass der 29-Jährige froh ist, überhaupt an seinem Heimlauf starten zu können: «Nur zuzuschauen wäre für mich persönlich extrem bitter gewesen.»
Der dreifache Sieger des Willisauer Laufes freut sich auf ein spannendes Rennen. «Ich bin sicher noch nicht in Topform, aber dennoch werde ich alles geben, um als Erster ins Städtchen einzulaufen.» Seine stärksten Konkurrenten um den Sieg werden wohl Netserab Mesfin aus Wolhusen und Daniel Renggli aus Buttisholz sein.

Gänsehautstimmung

Ganz besonders freut sich Andreas Meyer auf den zweiten schnellen Streckenteil, der perfekt auf ihn zugeschnitten ist. «Mein Ziel ist es, ein konstantes Rennen zu laufen und den Heimvorteil zu nutzen. Zudem freue ich mich, dass viele bekannte Gesichter ebenfalls am Start stehen werden. Und natürlich auf den Zieleinlauf bei dieser einmaligen Stimmung.»
Zweifellos wird das Publikum, wie schon in den vielen Jahren zuvor, erneut für die legendäre Willisauer Gänsehautstimmung sorgen.
Der Start zu den ersten Läufen erfolgt morgen Samstag um 14.15 Uhr.


Pacemaker und Nachmeldungen…

Willisauer Lauf Auch in diesem Jahr stehen wieder renommierte Pacemakerinnen und Pacemaker im Einsatz und sorgen für das richtige Tempo. Heuer sind dies: Egon Auchli (50 Minuten), Erwin Amrein (55 Minuten), Markus Lustenberger (60 Minuten), Pius Meyer (65 Minuten), Angela Wyss (70 Minuten), Wyss Angela (75 Minuten).

Der Hinweis für alle noch Unschlüssigen: Nachmeldungen werden bis eine Stunde vor dem Start im Willisauer Rathaus mit einem Nachmeldezuschlag von fünf respektive zehn Franken entgegengenommen. 


…Kategorien und Startzeiten…

Willisauer Lauf 26 Kategorien, von den Pfüderi Knaben und Pfüderi Mädchen bis zu den Männern M70 und den Frauen W70. Der Willisauer Lauf ist qualitativ und quantitativ ein Lauffest für alle.

Samstag, 19. September. 14.15 Uhr: Pfüderi Mädchen; 14.25 Uhr: Pfüderi Knaben; 14.35 Uhr: Piccolo Knaben; 14.45 Uhr: Piccolo Mädchen.
14.55 Uhr: Mädchen U10; 15.05 Uhr: Knaben U10; 15.15 Uhr: Mädchen U12; 15.25 Uhr : Knaben U12; 15.37 Uhr: Mädchen U14; 15.50 Uhr: Knaben U14.

16.15 Uhr: Start Hauptlauf Männer mit Junioren U20, Männer M20, Männer M30, Männer M40, Männer M50, Männer M60 und Männer M70.
Ebenfalls 16.15 Uhr: Hauptlauf Frauen mit Juniorinnen U20, Frauen W20, Frauen W30, Frauen W40, Frauen W50, Frauen W60, Frauen W70.
16.20 Uhr: Jugend Mädchen U17 und Knaben U17.


…Lauffest und das Fest danach

Willisauer Lauf Das Festzelt ist auch in diesem Jahr bis 24 Uhr geöffnet und bietet den idealen Ort, um die Geschehnisse des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen, die Beine zu lockern und die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Die Festwirtschaft ist gerüstet.
Das gemütliche Beisammensein nach dem Lauf wird heuer erstmals vom «Duo Grenzenlos» umrahmt. Die beiden Entlebucher Reto Wicki und Attilio Mazzotta werden mit ihrem vielseitigen Repertoire bestimmt für tolle Stimmung sorgen.  

Andy Meyer (STV Willisau) und Dominik Lötscher (LR Gettnau)