29. Ausgabe

23. September 2017

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Geschichte

Vom Napflauf zum Willisauer Lauf

Offiziell hallte der Startschuss am 27. September 2008 zum 20.Mal für den Willisauer Lauf durch das historische Städtchen.Gründe für diese Erfolgsgeschichte gibt es deren viele. UnterAnderen animierten Aspekte der Gesundheit, sportlicheErtüchtigung oder Gestaltung der steigenden Freizeit viele Vereinezur Durchführung von Volksläufen. Da wollte Willisau nicht hintenanstehen.Der „erste Napflauf“ von 1989 hat jedoch eine 10-jährigeVorgeschichte. Über Jahrzehnte entwickelte sich aus dem imJahre 1905 gegründeten militärischen Artillerieverein Willisau undUmgebung Mitte des letzten Jahrhunderts ein polysportiver Kern.Aus Wettkämpfen verschiedenster Art während eines Jahres wurdeam Barbaratag der Beste gekürt. Engagiert wie eh und je wollte„Chefcoach“ Emil Meyer die Kondition seiner Truppe auf den Zahnfühlen. Warum nicht mit einem Ausdauerlauf? Gedacht getan – unddie Strecke von Willisau über St. Joder, Gmeinalp zur Wiggernhütteund zurück über die Kreuzstiege und Honegg ins Grafenstädtchenmarkiert. Der Napflauf hatte seine eigentliche Geburtsstunde imSeptember 1978.Auf der 35 km langen Distanz galt es insgesamt um die 800 MeterSteigungen zu bewältigen. Auch Hobbysportler waren eingeladen.23 Teilnehmer stürzten sich ins Abenteuer, deren 20 querten dasZielband. Marathon–Olympionike Josef Peter siegte in 2 Std. 15Min. 47 Sek. Fazit der Premiere, es war für die Wettkämpfer einaussergewöhnlicher Kräfteverschleiss. Und der Organisator zogdaraus die Lehren, der nächste Lauf endete nach 13.7 km bei derChinesenhütte. 61 Sportler, unter Ihnen 3 Damen, zierten dieRangliste. Das Ziel weit vom Start entfernt und der Parcours immernoch sehr anstrengend, eine erneute Anpassung drängte sich auf.Vom Sportzentrum bergan über die Mörisegg, zum WendepunktUnterskapf (später noch bis Lindenegg), hinunter nach Hergiswilund entlang der Enziwigger zum Ausgangspunkt – die Grundlagefür einen beliebten Lauf war gefunden.

 

Organisation

 

Wie organisiert man einen Volkslauf zu dritt? Darüber sinnierteneines Tages die sportbegeisterten Willisauer Pius Disler, PhilippStutz und Pius Meyer. Ohne Hilfe von Aussen unmöglich, alsobrachten sie Ihre Idee beim Turn- wie auch beim Artillerievereinvor. Letzterer hatte schon Erfahrung gesammelt mit demtraditionellen Vereinslauf. Mit der Kooperation der beidenHelfervereine war die Grundlage für die Organisation desSportereignisses gegeben. Das gemeinsam zusammengestellteOrganisationskomitee präsidierte Pius Meyer, Sohn von Napflauf-Pionier Emil Meyer. Teamarbeit, die Integration der Erfahrungendes AVW und klare Zielsetzungen verhalfen am 23. September1989, schlag 16.00 Uhr, zu einer erfolgreichen Premiere.Mit der Begeisterung der Sportler für Volksläufe vor Augen, wurdebereits für den ersten Anlass in Willisau mit 350 Teilnehmernbudgetiert. Das war zu hoch gegriffen, lediglich 215 Läufer,klassiert in 7 Kategorien, erreichten das Ziel. Das OK liess sich vonseiner Zielsetzung nicht abbringen, zusätzliche Startmöglichkeitenfür Schüler steigerten die Zahl der Startenden. Der 5. Napflaufdurchbrach mit 427 Klassierten erstmals und deutlich dieErwartungen.Die tadellose Organisation wurde von den Teilnehmern geschätzt.und das Resultat von offenen Ohren war eine Kurzstrecke fürPlauschläufer. Stetig vergrösserte sich das Teilnehmerfeld. Sostarteten nach 10 Jahren knapp 800 und im Jahr 2005, erstmals mitder Kategorie Walker, wurde die tausender Marke durchbrochen.Der harte Kern innerhalb des OK sorgte für Kontinuität. WenigeWechsel von wichtigen Chargen ermöglichten ein eingespieltesTeam. So sind vom Gründungs-OK noch heute die folgenden"Köpfe" mit Begeisterung dabei:Pius Meyer, OK-Präsident; Jakob Odermatt, Heiri Hodel, ElfiMeyer, Walter Stadelmann und Heidi Bühler. Über die Jahre wurdedas Gremium mit Verantwortungsbewussten Personen ergänzt. ZuIhnen gesellten sich unzählige Helfer und Helferinnen hinter undvor den Kulissen, welche sich Jahr für Jahr generös für dasGelingen des Laufes einsetzen.

 

Wirtschaft und Sponsoring

 

Der Willisauer Lauf entwickelte sich in den knapp zwei Jahrzehntenzu einem bedeutenden sportlichen und gesellschaftlichen Anlass.Ein Blick auf die Herkunft der Teilnehmer verdeutlicht, dass derLauf über die Region hinaus ein Echo fand. Bereits der 2. Napflaufmochte Hobby-Sportler aus dem Fürstentum Lichtenstein undDeutschland ins Grafenstädtchen zu lotsen. Ihnen folgteninternational bekannte Strassenläufer. Die Beliebtheit desWettkampfes fand auch vermehrt Beachtung in derÜberregionalen- und der Sportpresse.Die Namen Napf und Willisau werden seit 1989 nicht nur mit Gold,Ringli und Jazz in Verbindung gebracht. Der Volkslauf entlang derEnziwigger und über die Mörisegg lockt jährlich Läuferfamilien undAnhänger in die Metropole des Luzerner Hinterlandes. Derwirtschaftliche Faktor ist für viele Geschäfte im Städtli und dieGastronomie in Willisau sowie in der Region positiv spürbar. Ausder Läuferschar sind viele unter dem Jahr mit Freunden oderBekannten im nördlichen Napfgebiet anzutreffen.Was auch immer auf die "Beine" gestellt wird, ein Abschluss mitschwarzen Zahlen ist das Ziel. Dies betrifft auch die polysportivenVereine STV und AVW. Letztendlich möchte jeder Club seineallgemeinen Aufwendungen teilweise über Anlässe finanzieren. Mithohen Startgeldern würden jedoch die Breitensportlerabgeschreckt. Trotzdem in den 20 Austragungen sich der Beitragvon CHF 12.00 auf CHF 25.00 steigerte ist der Anlass nicht selbsttragend. Da gilt es Sponsoren zu finden, welche in die Lückespringen und die Plattform für Werbezwecke nützen dürfen. DieMobiliar und Luzerner Kantonalbank als Hauptsponsoren undMeyer, Schuhe und Sport als Nebensponsor erleichterten dasUnterfangen der Napflaufpremiere. Sie sind dem Anlass treugeblieben und unterstützen noch heute das grösste, jährlicheVolkssportereignis der Region. Diesen dauernden Rückhalt wissendie Organisatoren zu schätzen und sind sehr dankbar für dasgeschenkte Vertrauen.Wachsendes Interesse von Teilnehmern und der Öffentlichkeitweckten auch neue Geldgeber aus der Reserve. Dies war auchnötig, stiegen doch die Erwartungen, Anforderungen und Kostenvon Jahr zu Jahr. Zum Gedeih trugen fortan im Wesentlichen auchbei: Willisauer Bote (Berichterstattung), Rivella (Verpflegung),Kreuz-Garage Willisau, Bossert Zweirad, Kreiliger Work undCreativ-Shop, Stöckli Geschirrverleih, sowie seit 2002 die Migrosals neuer Hauptsponsor.Klein aber fein, wie das Gewürz in der Suppe, sind die zahlreichenUnterstützungen von Firmen und Privaten in Form vonGönnerbeiträgen, Naturalpreisen und Inseraten. Dazu zählen auchdie Leistungen der Gemeinden mit der Verfügbarkeit derInfrastruktur und deren personeller Beistand. Auch das Wohlwollenvon Anstössern wird vom OK und den Läufern sehr geschätzt. Zumbunten, vollständigen Mosaik tragen die Läufer selbst und dieBegeisterung der ganzen Region bei. Sie sind die Werbeträger fürdie Zukunft des Willisauer Laufes.

 

Teilnehmer

 

Wurden 1989 am ersten Lauf lediglich 215 Teilnehmer rangiert soerreichten im letzten Jahr stolze 1044 Läuferinnen und Läufer dasZiel. Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher in Betracht dessen,dass die traditionellen Volksläufe seit Ende der 90er Jahredurchwegs Rückgänge von Startenden verzeichnen mussten. Dasumsichtige OK wusste immer wieder zu motivieren und dasAngebot von Kategorien den Bedürfnissen anzupassen. Anlässlichder Premiere waren Frauen und Männer in 7 Kategorien aufgeteilt,zwei Jahre später waren es deren 11 Unterteilungen.Die Strecke von 13 km Länge und 235 Metern Höhendifferenz, miteinem ruppigen Anstieg kurz vor dem Wendepunkt, stellte sich alszu anspruchsvoll heraus. Ab der siebenten Austragung erreichtendie Wettkämpfer der Hauptkategorien das Ziel nach 11,7 km undeiner Höhendifferenz von 170 Metern. 1992 duften auch Schüleram Lauffest teilnehmen. Auf Ihren Runden durch die Haupt- undHintergasse wurde der Nachwuchs lautstark vom begeistertenPublikum angespornt. Da wollten auch die Kleinsten mit dabei sein.Sie durften sich 5 Jahre später im Besonderen von den Elternanfeuern lassen.Manche wollten gerne dabei, jedoch war den Interessierten die fast12 km lange Strecke zu happig. Ihnen und der Jugend wurde ab1995 eine Kurzstrecke von 4.2 km ausgesteckt. Im Startfeld warensodann vier Generationen auszumachen, alle freuten sich über dasneue Angebot und die Flexibilität der Organisation. Und es gingweiter mit der Innovation des OK.Aus dem Napflauf wurde der Willisauer Lauf Am 24. September2005, traditionell eine Woche vor Beginn der Herbstferien, ranntendie Läufer der Hauptkategorien erstmals vom Städtli durch dasUntertor auf die neu konzipierte Rundstrecke. Die Neuausrichtungmit 12 km Distanz, 150 Metern Höhenunterschied und geringerenSteigungsprozenten wurde mit einem neuen Teilnehmerrekordhonoriert. Dem Trend von Nordic Walking folgend startetenim gleichen Jahr erstmals 87 Walker. Deren Einbindung in denWillisauer Lauf sprengte die 1000er Marke.Anfänglich vorwiegend noch Männersache mit 90 % Anteil, startenje länger wie mehr auch Frauen. 1998 betrug die Damenquoteknapp 15 % in den Hauptkategorien. Den ersten Plauschlaufbestritten mehr Läuferinnen (16) als Läufer (11). Dies änderte sichin den folgenden Jahren knapp zu Gunsten der Herren. MitEinbezug der Nordic Walkerinnen und Walker waren im Jahr 2005auf der neuen Strecke pro 100 Startenden deren 19 weiblichenGeschlechts. Rückblickend hat sich die Quote der Frauen imTeilnehmerfeld in den 18 Jahren fast verdoppelt.

 

Sieger und Rekorde

 

Dass der Lauf während den Jahren internationales Formatannahm, ist jeweils am Start und im Zieleinlauf nicht zu übersehen.Vor allem Sportler aus Schwarzafrika nutzen Trainingsaufenthaltein der Schweiz für Formtests und die Gelegenheit, mit Preisgeldernihre Kasse auf zu bessern. Sie sind willkommene Farbtupfer undWerbeträger des Anlasses, jedoch auch starke Konkurrenz für dieeinheimischen Spitzenathleten.Als erste Sieger gingen Judith Aregger aus Hergiswil bei denFrauen und Urs Christen bei den Männern in die Napflauf-Geschichte ein. Die beiden Aktiven der Läuferriege Gettnau stiegenin den vergangenen 19 Jahren wiederholt auf das obersteTreppchen, wenn nicht als Tagessieger so doch meistens alsSchnellste Ihrer Kategorie.Die Haupt- bzw. Seniorenklasse der Männer wurde dreizehnaufeinander folgende Jahre von Urs Christen dominiert. Einzig imJahre 2002 stand er nicht zu oberst, danach beherrschte er seineKategorie erneut. Vielfacher Sieger bei den Senioren 2, späterSenioren 3 wurde der gebürtige Luthertaler Josef Peter. RenatusBirrer wie auch Toni Birrer, standen abermals als Schnellste ihrerKategorie zu oberst auf dem Podest. Der Phalanx der „Gettnauer“mochten einzig der Stadtluzerner Kaspar Scheiber (Sen. 3), von1992 bis 1997, und Franz Duss aus Sempach (Sen. 4) überlängere Zeit die Stirn zu bieten.Eine eindrückliche Bilanz kann bei den Frauen Judith Aregger vonder LR Gettnau vorweisen. Wenn sie am Start war, stand dieHergiswilerin immer auf dem Sockel, meistens als Siegerin.Herausragend sind auch die fünf Kategoriensiege der um einigeJahre älteren Marie-Theres Portmann aus Emmenbrücke.Die Anfangsstrecke des Napflaufes, welche von 1989 bis 1994 biszum Wendepunkt Lindenegg führte, wurde an der letztenAustragung von Urs Christen mit 42.06.5 am schnellstenzurückgelegt. Die schnellste Frau auf den 13 Kilometern war 1991Helen Eschler aus Allmendingen in 52.19.0. Während 10 Jahrenbogen die Laufsportler bei der Mörisegg rechts ab nach Hergiswilund erreichten nach 11,7 km das Ziel am Ausgangspunkt. 1997wurde diese Distanz vom Äthiopier Tekie Gebre Selasie (Bruderdes legendären Langstreckenläufers Haile) in sensationeller Zeitvon 35.22.5 bewältigt. Eine überragende Leistung vollbrachte 1999Yimer Etaferahu. Bei Regenfall querte die Äthioperin das Zielbandinmitten des Städtchens in phantastischen 41.05.5. Nebst derRekordhalterin lief im Jahr 2001 mit Abomsa Emebet eine weitereFrau unter 42 Minuten ins Ziel.Den Willisauer Lauf, wie er heute von den Hauptkategorienbewältigt wird, beendeten im 2005 Feyisa Menegashe bei denHerren in 35.53.5 und in der Frauenkategorie Judith Aregger vonder Läuferriege Gettnau in 45.43.4 am schnellsten.Hinter diesen Zugpferden streben Jahr für Jahr auch dieVolkssportler persönliche Rekorde an. Selbst die Letzten imKlassement können eigene, neue Marken erreichen, indem Sieeinen weiteren erfolgreichen Zieleinlauf in ihrem Palmaresausweisen können.

 

Von Beginn der Laufveranstaltung von Willisau nach Hergiswilund zurück am Start und auch das Ziel erreicht haben nochderen 5 Teilnehmer. Nebst Marie-Theres Portmann als einzigeFrau schafften diese Omnipräsenz Urs Christen, Pius Stalder,Josef Stadelmann und Peter Helfenstein. Ihnen wurde amJubiläumslauf eine spezielle Ehrung zuteil.

 

Motivation für die Sportler

 

Was macht den Lauf mit Start und Ziel im Grafenstädtchen beiSpitzensportlern und Hobbyläufern so beliebt? Sind es Startgelder,welche locken? Diesbezügliche Anfragen von Athletenclubs ausOststaaten und Afrikanischen Ländern werden Jahr für Jahr miteiner negativen Antwort konfrontiert. Die Beliebtheit hat andereGründe.Einerseits ist die Läuferriege aus dem benachbarten Gettnau wieauch STV und AV Willisau ein Garant für zahlreiche Startende. Dieeinwandfreie Organisation wird von den Läufern sehr geschätzt, dieMund zu Mund Propaganda wirkt über die Zentralschweiz hinaus.Ob Kinder, Jugendliche, Plausch- oder Spitzensportler, alle lassensich von der tollen Stimmung im Städtli und von den Wogen derBegeisterung nahezu ins Ziel tragen. Die prächtige Ambiancemotiviert immer wieder zum Teilnahme am nächsten WillisauerLauf.Einsteiger können sich Jahr für Jahr mit Beginn der Sommerzeitbeim „Lauftreff Willisau“ an den Höhepunkt herantasten.Kameradschaft, Plausch und Fitness sind ansteckend. Vielewerden unerwartet vom Laufvirus befallen. Mitmachen kommt vorden Rang. Jedoch nicht nur das motiviert zur Teilnahme. DieVeranstalter sind besorgt für einen familiären Anlass. Kinder bis zuSenioren von fast 80 Jahren, alle Generationen zieren dieRanglisten. Und nicht nur die Spitzenathleten, welche mitPreisgeldern in bescheidenem Rahmen honoriert werden, dürfensich im Ziel freuen. Zu den Preisträgern zählen Schulklassen mitden meisten Teilnehmern und die schnellsten Willisauer (Damen /Herren). Auch lohnt es sich bis nach der Siegerehrung im Zentrumauszuharren und bei der Festwirtschaft Kräfte nach zu tanken.Höhepunkt und Abschluss ist immer wieder die Verlosung, mittelsder Startnummern, von tollen Preisen an die noch anwesendenTeilnehmer des Willisauer Laufes.

 

Blick in die Zukunft

 

Warum ist es ein Erfolg, wenn die Zahl der Teilnehmer nicht sinkt?Durch das steigende Angebot von verschiedensten Sportartenverteilt sich die Masse der Volksportler auf verschienartigeDisziplinen. Einige Veranstalter von Volksläufen in unserer Regionhaben sich in den letzten Jahren auf trendigere Sportartenspezialisiert oder gar das Handtuch geworfen. Der Willisauer Laufjedoch wird bestehen bleiben. Die Jüngsten werden im Schul- undVereinssport in Willisau und Umgebung zum Laufen in der Naturmotiviert.Der gesundheitliche Aspekt wie auch die Freude amkameradschaftlichen Kräftemessen, soll Mädchen und Knabenbegeistern. Das Gemeinschaftserlebnis des Nachwuchses istlangfristig ein Garant für deren aktive Teilnahme an sportlichenWettkämpfen. In den vergangenen Jahren kreuzten jeweils um die500 begeisterte Schülerinnen und Schüler unter grossem Applausvon Eltern und Anhängern die Ziellinie. Der lautstarke Ansporn desPublikums wird sie bestimmt wieder motivieren beim nächsten Startdabei zu sein. Danach gilt die Zielsetzung dem Jugend GP Willisau.Diese Startgelegenheit wird auch von vielen SchweizerNachwuchsathleten genutzt und bringt zusätzlich Startende insLuzerner Hinterland. Die gezielte Förderung von Talenten durchregionale Vereine und deren Orientierung an Vorbildern sicherndas Bestehen des traditionellen Laufes entlang der Buch- undEnziwigger Und wer weis, vielleicht ist unter den Nachwuchsläufernein zukünftiger Spitzenathlet und Olympiateilnehmer

 

Die Jubilaren

 

Von den 215 Teilnehmern des ersten Napf Laufes freuen sichderen fünf Sportler besonders auf den Jubiläumslauf. Unter ihnenist als einzige Frau Marie-Theres Portmann aus Emmenbrücke. ZuIhr gesellen sich ein Kleeblatt von Männern mit Seriensieger UrsChristen, Rotkreuz (geb. Gettnau), dem Luthertaler JosefStadelmann, Pius Stalder aus Willisau und Peter Helfenstein,Hergiswil.Auch unter den Funktionären und im Helferteam stecken einigeJubilare. Mit Stolz dürfen sie auf 20 erlebnisreiche Wettkampftage,fast ausschliesslich bei Sonneschein, zurückblicken. Zumzwanzigsten Mal präsidierte Pius Meyer das OK, ebenso oft trugen,Heidy Bühler, Elfi Meyer, Jakob Odermatt, Heiri Hodel, WalterStadelmann in ihren verantwortungsvollen Chargen zumgrossartigen Erfolg des Willisauer Laufes bei. Sie sind Fundamentund Stützen des traditionellen Sportanlasses. Ihr generöser Einsatzwurde am Jubiläumslauf vom 20. September auchdementsprechend gewürdigt.

 

Interviews

 

Urs Christen, Rotkreuz, Seriensieger zum 20. Mal am Lauf

 

Toni Obertüfer: Warum bist du bereits am ersten Napflauf am Startgewesen?Urs Christen: Einerseits trainierten wir von der LR Gettnau imSommer auf dem Schlossefeld und nach einer anstrengendenBahnsaison boten Gelände- und Volksläufe eine willkommeneAbwechslung. Darum nutzen wir als Nachbarverein dieStartgelegenheit in Willisau.T.O.: In Willisau bist du bisher immer gestartet, hast die meistenTagessiege und bis auf eine Austragung alle Kategriensiegeerreicht. Worin liegt deine Motivation zu einer solch grandiosenLeistung?Urs Christen: Auch wenn mein Wohnort ausserhalb des Kantonsist, der Läuferriege bin ich treu geblieben. Die Beziehung zurRegion, der familiäre Rahmen, die Überblickbarkeit des Laufevents,Start und Ziel, wie auch die begeisternde Stimmung im Städtli; dakann man einfach nicht auf den Start verzichten. Man trifft sicheben jährlich Ende September in Willisau.T.O.: Wie wünschst du dir den Jubiläumslauf?Urs Christen: Dass ich auch diesen Lauf gesund beende, wennmöglich mit einer 40iger Zeit. Ich bin in der Phase vomLeistungssport zum Breitensport. Vermehrt werde ich anVolksläufen mitmachen und andere Sportarten mit Sohn Florianund mit meiner Frau Maja geniessen.

 

Marie-Theres Portmann, Emmenbrücke, zum 20. Mal am Lauf

 

Toni Obertüfer: Warum bist du bereits am ersten Napflauf am Startgewesen?Marie-Theres Portmann: Schon vor dem ersten Lauf in Willisaustarte ich an verschiedenen Volksläufen. Dabei stiess ich auf dieAusschreibung. Die Strecke sagte mir zu und meldete mich an.T.O.: In Willisau bis du bisher immer gestartet, deren fünfKategriensiege erreicht. Worin liegt deine Motivation zu einer solchtollen Leistung?M.-T. Portmann: Die Gesundheit ermöglichte mir immer wiederdabei zu sein. Willisau ist in der Nähe, die Läufe waren jedes Malsehr gut organisiert und die Ehrung anlässlich der zehntenAustragung spornte zusätzlich zur lückenlosen Teilnahme an.T.O.: Welchen Wunsch hast du zum Jubiläumslauf?M.-T. Portmann: Das wichtigste ist, dass ich wieder heil am Zielankomme. Die seit 2005 neue Strecke entlang der Buchwiggergefällt mir sehr gut. Mein spezieller Wunsch ist, dass für Frauenüber 60 Jahre auch eine separate Kategorie geführt wird. Dieswürde auch andere Teilnehmerinnen freuen und motivieren.

 

Willisauer Lauf ist, wenn

- eine Start-/Zielflagge mitten im Städtli gespannt ist

- meistens herrliches Herbstwetter für gute Stimmung sorgt

- ab und zu Hornissen die Strecke säumen

- es nach Sport- und Dul-X riecht

- sich Sportler zuviel zumuten und mit Blaulicht abgeholt werden

- ein Barfussläufer gesichtet wird

- unter den Sportlern diverse „Farbtupfer“ auszumachen sind

- die Migros etliche Kilos von Bananen und Äpfel liefert

- Rivella Paletten des durstlöschenden Getränkes bereit stellt

- eine Begeisterungswelle das Städtli erfasst

- wenn sich auch Prominente blicken lassen

- wenn…

 

Und wie ging es weiter?

 

2006 und 2007 hiess der grosse Sieger bei den Männdern Lidetu Dejene. Seriensiegerin Judith Aregger war auch im Jahr 2006 die Schnellste. 2007 ging der Sieg an Renata Bucher. 2008 und 2009 durfte sich der Oberkircher Daniel Renggli als grossartiger Sieger feiern lassen, bei den Frauen hiessen die Siegerinnen Judith Aregger und Karin Jaun. 2010 gab es mit Philippe Linder und Yvonne Kägi zwei neue Tagesschnellst. Der Einheimische Andreas Meyer lief 2011 erstmals als schnellster Mann durchs Ziel. Bei den Frauen siegte einmal mehr Renata Bucher. 2012 konnte Andreas Meyer seinen Sieg aus dem Vorjahr verteidigen und das Rennen dominieren. Gabi Nyffeler-Berger stellte in 44:58.9 den bis anhin gültigen Streckenrekord bei denFrauen auf. Bei der 25. Ausgabe des Willisauer Laufes hiessen die grossen Sieger Andreas Meyer und Flavia Stutz. Somit machte der Einheimische das Tripple perfekt und die Nachwuchshoffnung der Läuferriege Gettnau durfte ihren ersten Sieg bei den "Grossen" feiern.

Erstmals führte der STV Willisau das Riegenbattle, ein spielerischer Wettkampf zwischen den einzelnen Reigen, durch und sorgte für einen unterhaltsamen Abend. Bis um Mitternacht wurde im grossen Festzelt ausgiebig gefeiert und getanzt. Während Flavia Stutz auch im Jahr 2014 als Siegerin ins Städtchen einlaufen konnte und mit 45:00.3 den Streckenrekort nur knapp verpasste, lief es dem Willisauer Andreas Meyer nicht nach Wunsch. So wurde der Weg frei für Dominik Lötscher von der Läuferriege Gettnau, welcher in Willisau seinenersten Sieg feiern durfte. Mit 1011 klassierten Läuferinnen und Läufer konnte zudem ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden.